Archive of the University Observatory

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o:314597 Sammlung von Kurzbiographien zur Geschichte der Astronomie von Joseph Johann v. Littrow: Abschriften aus den Biographischen Werken vergangener Jahrhunderte
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Gottfried Hohlfeld (1711-1771), deutscher Mechaniker und Erfinder
Ein berühmter Mechaniker zu Berlin, präsentierte 1752 der Akademie zu Berlin eine mechanische Vorrichtung, mittelst welcher die auf einem Clavier oder Pianoforte aufgeführten Musikstücke während der Ausführung zu Papier gebracht wurden. Schon 1747... show more
Ein berühmter Mechaniker zu Berlin, präsentierte 1752 der Akademie zu Berlin eine mechanische Vorrichtung, mittelst welcher die auf einem Clavier oder Pianoforte aufgeführten Musikstücke während der Ausführung zu Papier gebracht wurden. Schon 1747 erfand Creed zu London eine ähnliche Maschine, so wie Unger 1751 zu Limbeck etwas darüber publizierte. Aber Hohlfeld war der Erste, der diese Idee ausführte; Euler hatte ihn dazu angeregt. Die Beschreibung dieser Maschine zeigt, dass sie mit der übereinstimmt, die Pater Engranelle 1757 erfand. Die Academie belohnte Hohlfeld mit 25 Thaler, sah jedoch den Vorgang zu mühsam an um davon Gebrauch zu machen. 1757 ging dessen Maschine bey einer Feuersbrunst zu Grunde. Man verdankt Hohlfeld auch die Erfindung eines Bogenfortepiano mit Darmsaiten, dessen Bogen durch ein Rad bewegt wurde; er präsentierte es 1754 dem König von Preussen. Der Mechaniker Verith in Paris führte ein ähnliches Instrument, möglichst vervollkommnet, aus, dem seine Frau die schönsten Accorde zu entlocken wußte. Quelle: Biographie universelle ancienne et moderne. Verfasser: Rudolf Wolf Archivale: Kurzbiographie Umfang: 1 S. Datum: undatiert Archiv-Signatur: Astr.-NL-4.122
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Georg Heinrich Hollenberg (1752-1831), Stadtbaumeister in Osnabrück
Oberlandbaumeister und der königlich deutschen Gesellschaft in Göttingen Mitglied, zu Osnabrück. Geboren den 19. Dezember 1752, gestorben den 15. September 1831. Osnabrück war sein Geburtsort. Sein Vater, der daselbst eine Wollenkratzfabrik besaß,... show more
Oberlandbaumeister und der königlich deutschen Gesellschaft in Göttingen Mitglied, zu Osnabrück. Geboren den 19. Dezember 1752, gestorben den 15. September 1831. Osnabrück war sein Geburtsort. Sein Vater, der daselbst eine Wollenkratzfabrik besaß, bestimmte ihn zu seinem Geschäfte, und ließ ihm einen mit diesem Zwecke übereinstimmenden Unterricht geben, wobei der junge Hollenberg sich jedoch manche Kenntnisse, welche dem Kreise bürgerlichen Beschäftigung weniger nahe liegen, durch Privatfleiß zu verschaffen bemüht war. Besonders waren es technische und mathematische Studien und Zeichenkunst die ihn anzogen. In seinem 19. Lebensjahre hatte er Glück, den bekannten Professor Lichtenberg , der damals die Polhöhe der Städte Osnabrück, Stade und Hannover im Aufrage des Königs Georg IIIte von Großbrittanien aufnahm, in seiner Vaterstadt bekannt zu werden. Auf die Empfehlung dieses Gelehrten, dem Hollenberg einige mathematische Arbeiten und Proben seiner Geschicklichkeit und seines Fleißes vorgelegt hatte, wurde dem Verewigten von den Osnabrückschen Behörden die Mittel zu einem Aufenthalte auf der Akademie bewilligt, worauf er denn, ohne alle höheren Schulkenntnisse als einige Bekanntschaft mit dem Französischen, im Jahre 1773 zum Studium der Mathematik nach Göttingen ging. [...] Quelle: Neuer Nekrolog der Deutschen. Verfasser: Dr. Pleyel Archivale: Kurzbiographie Umfang: 4 S. Datum: undatiert Archiv-Signatur: Astr.-NL-4.123
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Johann Kaspar Horner (1774-1834), Schweizer Astronom und Mathematiker
wurde den 21sten März 1774 zu Zürich geboren, er legte in den Schulen seiner Vaterstadt den Grund zu seiner Bildung; frühe entwickelte sich in ihm das überwiegende Talent für mathematische und naturwissenschaftliche Forschung, ohne daß er dadurch dem... show more
wurde den 21sten März 1774 zu Zürich geboren, er legte in den Schulen seiner Vaterstadt den Grund zu seiner Bildung; frühe entwickelte sich in ihm das überwiegende Talent für mathematische und naturwissenschaftliche Forschung, ohne daß er dadurch dem Studium des klassischen Alterthumes entfremdet wurde, und so bildeten sich alle Seelenkräfte harmonisch aus. Nach dem Willen sein Eltern studierte er die Theologie, wurde 1795 ordiniert, und begab sich bald als Vicar nach Neunforn , wo er gewissenhaft seinem Amte oblag; aber alle freye Zeit widmete er seinem Lieblingsstudium, und stellte mit einigen ihm von Schanzenherr Fehr anvertrauten Instrumenten zahlreiche Beobachtungen an. Schon in diese Zeit fällt seine erste Idee zur Verbesserung des Quecksilberhorizontes, dem er erst lang nachher seine vollendete Ausbildung gab. 1796 bezog Horner die Universität Göttingen, um sich hier ganz der Richtung zu überlassen, zu der ihn seine Anlagen unaufhaltsam trieben. Bald erfreute er sich des Wohlwollens der Professoren Blumenbach , Lichtenberg , Kästner etc., und legte auf der reichen Bibliothek den Grund zu seiner oft bewunderten Gelehrsamkeit. Durch seinen biedern Charakter und seinem Fleiß zeichnete er sich so aus, daß Blumenbach ihn aus allen seinen zahlreichen Schülern zum Gehülfen des Baron Zach auf der Seeberger-Sternwarte bey Gotha wählte. Zach war so erfreut über diese Wahl, [...] Quelle: Verschiedene Quellen bearbeitet von Rudolf Wolf während seiner Zeit an der Universitätssternwarte Wien. Verfasser: Rudolf Wolf Archivale: Kurzbiographie Umfang: 13 S. Datum: undatiert Archiv-Signatur: Astr.-NL-4.124
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Thomas Hornsby (1733-1810), englischer Astronom und Mathematiker
Professor der Astronomie am Savillianischen Collegium an der Oxforder Universität, Mitglied der königlichen Londoner Societat und Conservator der Radcliff‘schen Bibliothek, machte sich berühmt durch ausgezeichnete Vorlesungen über Naturphilosophie in... show more
Professor der Astronomie am Savillianischen Collegium an der Oxforder Universität, Mitglied der königlichen Londoner Societat und Conservator der Radcliff‘schen Bibliothek, machte sich berühmt durch ausgezeichnete Vorlesungen über Naturphilosophie in Oxford und noch mehr bei Vollendung des schönen Oxfordschen Observatoriums, dessen oberer Theil den Thurm der Winde in Athen ähnlich ist. Dies Gebäude, eine vorzügliche Zierde der Universität, ist für den wissenschaftlichen Gebrauch ganz besonders geeignet. Hornsby starb 1810, in einem Alter von 76 Jahren. Quelle: Biographie universelle ancienne et moderne. Verfasser: Joseph v. Würth Archivale: Kurzbiographie Umfang: 1 S. Datum: undatiert Archiv-Signatur: Astr.-NL-4.125
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Christian Pedersen Horrebow (1718-1776), dänischer Astronom
Peter H’s Sohn, gestorben den 19. September 1776, in einem Alter von 58 Jahren; gab heraus einen lateinischen Tractatus de trigonometrie sphaerica; und verschiedene akademische Dissertationen, darunter: 1) Repetita parallaxes orbis annui... show more
Peter H’s Sohn, gestorben den 19. September 1776, in einem Alter von 58 Jahren; gab heraus einen lateinischen Tractatus de trigonometrie sphaerica; und verschiedene akademische Dissertationen, darunter: 1) Repetita parallaxes orbis annui demonstratio ex observationibus anno 1742 et 1743 deducta, Copenhagen 1744, in 4°. 2) De parallaxi stellarum fixarum annua et rectascensionibus, quam post Roemerum et parentem demonstrat auctor, ibid 1747, in 4°. Horrebows Leben befindet sich im 111. Bändchen der “literarischen Neuigkeiten verschiedener Länder.” (von Bernoulli), Berlin 1777, in 8°. Quelle: Biographie universelle ancienne et moderne. Verfasser: Joseph v. Würth Archivale: Kurzbiographie Umfang: 1 S. Datum: undatiert Archiv-Signatur: Astr.-NL-4.126
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Nabû-naṣir, babylonischer König (Regierungszeit 747 v. Chr.–733 v. Chr.).
lebte um die Mitte des 8. Jahrhundert vor Christi Geburt und wurde berühmt, weil er seinen Namen zu einer Zeitrechnung die von den Astronomen häufig angewandt wurde . Diese Zeitrechnung geht zurück zum 26. Februar 747 vor Christi. Ihr Ursprung war... show more
lebte um die Mitte des 8. Jahrhundert vor Christi Geburt und wurde berühmt, weil er seinen Namen zu einer Zeitrechnung die von den Astronomen häufig angewandt wurde . Diese Zeitrechnung geht zurück zum 26. Februar 747 vor Christi. Ihr Ursprung war bei den Neueren, Gegenstand vieler Muthmaßungen, die alle samt und sonders nicht viel taugen. Man bildet sich ein diese Zeitrechnung kann nur die Erinnerung irgendeines großen Ereignisses sein, wie der Umsturz des alten Reiches Assyrien, die Gründung der Alleinherrschaft Babyloniens, woraus folge daß Nabonassar derselbe sei wie Belesis. Man erinnerte sich nie, bei dieser Voraussetzung, daß die Zeitrechnungen welche auf uns gekommen sind den Sturz des assyrischen Reiches viel weiter zurücksetzen. Die Jahre der Zeitrechnung Nabonassars sind schwankend und von 365 Tagen. Der Anfang stimmt ganz mit jenen Jahren dersel- [...] Quelle: Biographie universelle ancienne et moderne. Verfasser: Moriz Heider Archivale: Kurzbiographie Umfang: 4 S. Datum: undatiert Archiv-Signatur: Astr.-NL-4.127
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John Napier (1550-1617), schottischer Mathematiker und Naturgelehrter: Synonyme: Neper, Nepair, Baron Merchiston oder Marchiston
Neper oder Nepair, Baron Merchiston oder Marchiston bei Edinburgh in Schottland. Ein durch die Erfindung der Logarithmen berühmter Mathematiker. Er wurde 1550 geboren. Nachdem er seine Studien auf der Universität Saint Andre beendet hatte... show more
Neper oder Nepair, Baron Merchiston oder Marchiston bei Edinburgh in Schottland. Ein durch die Erfindung der Logarithmen berühmter Mathematiker. Er wurde 1550 geboren. Nachdem er seine Studien auf der Universität Saint Andre beendet hatte durchreiste er Europa. Als er ausgerüstet mit allen Kenntnissen um sich bei Hofe auszuzeichnen und zu Ämtern zu gelangen zurückkehrte, zog er es vor der Wissenschaft und Einsamkeit zu leben. Theologie beschäftigte einige Zeit hindurch seinen Scharfsinn; gegen das Ende des Jahres 1593 begann er sich jenen Untersuchungen zu widmen die ihn auf die Entdeckung der Logarithmen führten, eine Entdeckung die durch Vereinfachung der Rechnung Astronomie, praktische Geometrie und Schiffahrt außerordentlich beförderte. Napier war zweimahl verehelicht und starb am 3. April 1617. Seine Werke sind: [...] Quelle: Biographie universelle ancienne et moderne. Verfasser: Moriz Heider Archivale: Kurzbiographie Umfang: 4 S. Datum: undatiert Archiv-Signatur: Astr.-NL-4.128
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John Narborough (1640-1688), englischer Marinebefehlshaber
englischer Schiffer, befehligte, nachdem er verschiedene Welttheile bereist hatte, eine Expedition von zwei Schiffen, Sweepstathes und Batchelor, welche Karl der zweite im Jahre 1669 aussandte um die Magellans Straße, die benachbarte Küste des... show more
englischer Schiffer, befehligte, nachdem er verschiedene Welttheile bereist hatte, eine Expedition von zwei Schiffen, Sweepstathes und Batchelor, welche Karl der zweite im Jahre 1669 aussandte um die Magellans Straße, die benachbarte Küste des mittägigen Amerikas und die nächsten am großen Ozean gelegenen spani-schen Häfen zu besuchen. Der Hauptzweck der Expedition war, den englischen Handel in diesen entfernten Gegenden auszubreiten in Folge dessen Narborough versuchen mußte Freund-schaftsbündnisse mit den Indiern zu schließen. Er reiste von Deptford auf der Themse am 26. November ab. Am 14. Februar verlor er sein conserve de vue an der Küste von Patagonien und sah es nicht wieder. Am 23. März, nachdem er lange Zeit im Hafen Dehire vor Anker gele-gen war fand er einen von Lemaire und Schuten errichteten Pfahl und eine Blei-tafel in welche diese Schiffer ihre Namen eingegraben hatten, ebenso war Ihnen der [Namen] ihrer Schiffe samt Angabe der Ankunft und Abfahrt beigefügt. Am 22. October betrat er die Magellans Straße und verließ sie am 15. November und Drang im Norden bis 3 Meilen vor Valdivia vor. Er bemühte sich vergebens mit den Spaniern Handels-Verbindungen [...] Quelle: Biographie universelle ancienne et moderne. Verfasser: Moriz Heider Archivale: Kurzbiographie Umfang: 3 S. Datum: undatiert Archiv-Signatur: Astr.-NL-4.129
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Thomas Newcomen (1663-1729), englischer Erfinder
ein einfacher Eisenkrämer oder Schloßer, lebte zu Darmouth in Devonshire ge-gen Ende des 17. Jahrhunderts, und machte seinen Namen wichtig durch die Entdeckung des Verfahrens, Wasserdünste als Kraft in der nach ihm benannten Dampfmaschinen zu... show more
ein einfacher Eisenkrämer oder Schloßer, lebte zu Darmouth in Devonshire ge-gen Ende des 17. Jahrhunderts, und machte seinen Namen wichtig durch die Entdeckung des Verfahrens, Wasserdünste als Kraft in der nach ihm benannten Dampfmaschinen zu verwenden. Man nannte sie in Frankreich lange Feuerpumpen, dies bezeichnet jedoch nur eine ihrer Anwendungen. Der große Nutzen dieser Erfindung welche den Standpunkt der Mechanik ganz verrückte, veranlaßte uns eine klare Vorstellung des wirksamen Prinzips in jener Maschine zu geben. In jeder Maschine gibt es ein Hauptprinzip der Craft, welches allen einzelnen Theilen die Craft mittheilet und dies nennt man bewegende Craft (moteur). Ist ihre Wirkung einmahl bekannt und bestimmt so kann man sie zu allen Gattungen Geschäften anwenden, sie hebt den Stem- [...] Quelle: Biographie universelle ancienne et moderne. Verfasser: Moriz Heider Archivale: Kurzbiographie Umfang: 8 S. Datum: undatiert Archiv-Signatur: Astr.-NL-4.130
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Nassir Eddin (Nasir ad-Din at-Tusi, 1201-1274), persischer Astronom, Mathematiker und Philosoph. Nach arabischem Kalender geb. 597.: Nach arabischem Kalender geb. 597.
Abu Djasar Mohammed Ben Happan, persischer Astronom. Bei den Orientalen oft Khodjah Doktor genannt, wurde im Jahre 597 der Flucht Mohameds zu Thus in Khorassan geboren, daher er auch häufig den Zunamen al Thussy erhält. Über seine ersten... show more
Abu Djasar Mohammed Ben Happan, persischer Astronom. Bei den Orientalen oft Khodjah Doktor genannt, wurde im Jahre 597 der Flucht Mohameds zu Thus in Khorassan geboren, daher er auch häufig den Zunamen al Thussy erhält. Über seine ersten Lebensjahre weiß man nichts als daß er sie ohne Zweifel zu Reisen verwendete und die Griechen studierte. Als er Couhestan bewohnte fand er an dem Gouverneur dieser Provinz einen Beschützer dem er eine Abhandlung über Moral widmete. Sie führt den Titel: Akhlak al Nassiry daselbst vereinigt er alles was Aristoteles und Plato über die Weisheit schrieben. Als Kulagu Herrscher von Persien wurde beauftragte er Nassir Eddin zu Meragah in Aserbaidjan ein Observatorium zu errichten, daselbst alle nöthigen Bücher und Instrumente zu sammeln, setzte ihn an die Spitze aller daselbst ange-stellten Astronomen und übergab ihm die Oberaufsicht aller Schüler seines Rei-ches. Der Grundstein zu diesem Observatorium wurde am 1. Djimady 657 (1. April od. May 1259) gelegt. Nassir Eddin leitete durch 12 Jahre und starb am 18. Dzu-lhadjah 672 [...] Quelle: Biographie universelle ancienne et moderne. Verfasser: Moriz Heider Archivale: Kurzbiographie Umfang: 3 S. Datum: undatiert Archiv-Signatur: Astr.-NL-4.131
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